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Neckartal-Radweg: Von Schwenningen nach Mannheim - Episode HVP016



 

 

Hier haben wir für dich einige nützliche Informationen zum Neckartal-Radweg zusammengetragen.

Außerdem bekommst du noch Details über den Neckar zu lesen.

 

Der Neckar selbst

 

Der Neckar ist 367 km lang und reicht vom Schwenninger Moos bis nach Mannheim.

Er entspringt auf der Baar in einem Feuchtgebiet bei Villingen-Schwenningen auf 705 m ü. NN.

Mit Baar wird die Hochebene zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb bezeichnet. Der Name entstammt der ehemaligen Landgrafschaft Baar.

 

Zunächst fließt der Neckar zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb nach Nordosten. Von Rottweil aus hat er sich in Süd-Nord-Richtung ein tiefes Bett gegraben, passiert Sulz, Horb und erreicht Rottenburg und Tübingen. An den Grenzen der Alb entlang macht er bei Plochingen einen Schwenk nach Westen. Diesen Schwenk nennt man auch „Neckarknie“. Er fließt über Bad Cannstatt, Stuttgart und Ludwigsburg in die schwäbische Weinlandschaft und erreicht Heilbronn.

Dann fließt der Neckar an Weinhängen entlang bis Bad Wimpfen, wo er den Odenwald erreicht. Weiter westwärts erreicht er Heidelberg und schließlich die Oberrheinische Tiefebene. Zahlreiche Burgen und Schlösser liegen auf dem Weg. Schließlich mündet er auf 88 m Meereshöhe bei Mannheim in den Rhein.

 

Seine drei größten Nebenflüsse sind die Enz, der Kocher und die Jagst.

 

Also fließt der Neckar von 705 m ü. NN. bis auf 88 m. Somit solltest du den Radweg von der Quelle zur Mündung fahren 😉 Nichts desto trotz gilt es dennoch ca. 1400 m Anstiege zu überwinden.

 

Die Neckar Quelle

 

Das Quellgebiet des Neckars liegt im Schwenninger Moos zwischen Schwenningen und Bad Dürrheim. Die traditionell ausgewiesene Quelle des Flusses liegt im Stadtpark Möglingshöhe in Schwenningen. Vor der Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen 2010 war die Neckarquelle nicht eindeutig ausgewiesen. Dann hat man zum einen als Attraktion und zum anderen als Hochwasserschutz der Quelle mehr Stauraum und ein zumeist neues offenes Bachbett geschaffen.

 

Das Schwenninger Moos gehört übrigens zur Europäischen Wasserscheide. Hier entspringen einige Flüsse. Es entscheidet sich, ob sie Richtung Rhein oder Donau fließen, also ihre Mündung im Schwarzen Meer oder in der Nordsee haben.

 

Ein paar Fakten, von der Bronzetafel an der Neckarquelle:

  • Ab 1100 wurde der Neckar per Floß befahren
  • Er ist der viertgrößte Nebenfluss des Rheins
  • Er ist mit 16 Grad Durchschnittstemperatur der wärmste Fluss Deutschlands
  • Ab 1921 wurde der Neckar zur Großschifffahrt ausgebaut
  • 27 Schleusen im Abstand von ca. 10 km
  • Im Jahr 2007 befuhren 8.100 Binnenschiffe den Neckar und transportierten 7,5 Mio Tonnen Güter

Der Radweg

 

Der Neckartal-Radweg wird meist auf gut ausgebauten Feld- und Wirtschaftswegen fern des üblichen Verkehrs geführt. Selten muss eine Nebenstraße benutzt werden.

Besonders eindrucksvoll sind die "bergigen" Etappen von Rottweil nach Tübingen, von Bad Wimpfen bis Heidelberg und die Weinbergetappe von Stuttgart bis nach Heilbronn.

In Notfällen und für die An- und Abreise kann die Bahn, die fast das gesamte Neckartal begleitet, als Transportmedium dienen.

 

Du kannst den Weg in 4 bis 8 Etappen, je nach dem, ob du dir unterwegs noch etwas anschauen möchtest, aufteilen.

 

Etappenbeschreibungen findest du auf www.neckarradweg.de und www.neckartalradweg-bw.de.

 

Letztere Seite bietet dir Erläuterungen zu allen Etappen, GPS Tracks, Höhenprofil, Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte, Einkehr usw. 

Schau sie dir am besten am PC an, denn mobil überfordert sie leicht 😉

Wie aktuell die Infos sind, können wir jedoch nicht einschätzen, denn die Streckensperrungen sind teilweise noch aus dem letzten oder vorletzten Jahr.

 

Eine schöne handliche Beschreibung des Weges gibt es auch in Form einer Broschüre. Diese kannst du hier bestellen oder du holst sie dir in einer Touristeninformation in der Region. Wir haben unsere aus Esslingen.

In dieser Broschüre sind ein paar Fakten zu den einzelnen Orten am Weg, die Wegbeschreibung, Höhenprofil, Unterkünfte und eine große Karte.

 

Ein paar Highlights

 

Rottweil: historische Innenstadt, älteste Stadt Baden-Württembergs, Thyssenkrupp Testturm

 

Wasserschloss Glatt: leckerer Kuchen und einige Museen

 

Horb: ehemaliges Dominikanerinnenkloster. Im Mittelpunkt des Gartens ist ein Jakobsbrunnen mit Pilgermuschel. Hör dir für weitere Infos zum Jakobsweg in Baden-Württemberg unsere Podcast Episode HVP004 an.

 

Wurmlinger Kapelle: zwischen Rottenburg und Tübingen auf der linken Seite auf dem Kapellenberg. Von oben hast du eine prima Aussicht – da lohnt sich der Aufstieg.

 

Universitätsstadt Tübingen: Schau dir hier die Altstadt an und lass dich vom Flair verzaubern. Eine Erfrischung bekommst du beim Neckarmüller, die ihr Bier direkt vor Ort brauen. Außerdem kannst du dich hier mit dem Stocherkahn auf dem Neckar entlang schippern lassen.

 

Nürtingen: historische Altstadt. An bestimmten Tagen im Monat kannst du vom Kirchturm über die Stadt blicken. Die genauen Termine findest du hier.

 

Plochingen: Hier kannst du dir das Wohnhaus gestaltet von Friedensreich Hundertwasser ansehen. Es wurde zwischen 1992 und 1994 im Rahmen der Stadtsanierung gestaltet. Da es ein Wohnhaus ist, kannst du es nur eingeschränkt besichtigen, jedoch werden vom Kulturamt der Stadt Plochingen Führungen angeboten.

 

Esslingen: Kessler, die älteste Sektkellerei Deutschlands, historische Altstadt mit der ältesten zusammenhängenden Fachwerkhäuserzeile Deutschlands, die Burganlage sowie die drei Kirchen

 

Auf dem Weg nach Stuttgart in Mettingen können wir dir die Brauerei Wichtel  empfehlen. Der Biergarten lädt zum Verweilen ein.

 

Stuttgart: Landeshauptstadt mit der Wilhelma, dem Mercedes Benz Museum und vielem mehr.

 

Landkreis Ludwigsburg: mit seinem Steillagen Weinbau. Übrigens wird in der Blütezeit bei Frostgefahr das Neckarwasser dazu genutzt die Blüten zu besprühen um sie vor dem Erfrieren zu schützen.

 

Die folgenden Orte sind Marbach, Besigheim, Lauffen, Heilbronn, Neckarsulm, Bad Friedrichshall, Bad Wimpfen, Mosbach, der Odenwald, Heidelberg und schließlich Mannheim. In dieser Region kennen wir uns nicht so gut aus, daher folgen Infos dazu, wenn wir auch wirklich selbst vor Ort waren.

 

Ein kleines Stück des Weges sind wir am letzten Sonntag gefahren, nämlich von Esslingen nach Plochingen. Wenn du nett einkehren möchtest und super leckeren Kuchen magst, dann empfehlen wir dir das Vereinsheim des Obst- und Gartenbauvereins Plochingen e.V.. Dieses hat von April bis Oktober immer sonntags geöffnet und wird ehrenamtlich bewirtschaftet.

 

Eine interaktive Karte des gesamten Weges findest du hier und außerdem weitere Infos vom ADFC


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