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Albschäferweg - Episode HVP010


 

 

2011 wurde der Albschäferweg angelegt und 2013 vom Deutschen Wanderverband zertifiziert als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland. Thema ist natürlich die Schäferei und zusätzlich die unwahrscheinlich vielen Sehenswürdigkeiten der Region. Seit Neustem ist das Highlight des UNESCO Welterbe, das Lonetal mit der Eiszeitkunst. 

 

Der Weg ist ein Rundweg um den Landkreis Heidenheim. Zentren der Schäferei auf der Schwäbischen Alb waren rund um Münsingen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatzgelände und die Region um Heidenheim. Die Menschen dort nutzten vom Schaf hauptsächlich die Wolle. Um ca. 1800 – 1850 entstand die Württembergische Cattun Manufactur (heute geschlossen). Auch Siebhersteller siedelten sich an, denn Siebe brauchte man um die Stoffbahnen einzufärben. Weitere angrenzende Industrien kamen dazu. Man sprach sogar vom Manchester der Ostalb.

 

Der heutige Wanderweg ist 158 km lang, in 10 Etappen aufgeteilt und hat zusätzlich so genannte Zeitspuren mit 5,4 bis 21 km Länge. Zeitspuren sind Rundwege, die ein Stück auf dem Albschäferweg verlaufen und dann wieder zum Ausgangsort zurück gehen. Insgesamt bietet der Weg 280 km Wanderweg.

 

Der Weg ist ein Projekt des Landratsamtes und des Schwäbischen Albvereins. An 9 der 10 Etappenenden ist eine gute Übernachtungsmöglichkeit. Die offizielle Tour beginnt in Giengen an der Brenz mit dem Highlight der STEIFF Manufaktur . Man kann Giengen mit der Brenzbahn gut erreichen. Weiter verläuft der Weg nach Sontheim und dann rüber zum Archäopark Vogelherd.

 

Von oben sieht der Verlauf des Albschäferwegs aus wie ein großer Vogel. Er hat 4 „Ecken“, die man auch an einem Wochenende, also in 2 – 3 Tagen laufen kann z.B. die Wehntalschleife mit dem Meteorkrater in Steinheim oder um das Eselsburger Tal. 

 

Um die Erhaltung des Weges kümmern sich Wegewarte von 13 Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins, Wegepaten und ein Kompetenzteam der Touristikabteilung des Landratsamtes. Zusätzlich sind Förster und Bauern involviert.

 

Auf der CMT 2018 wurde der Weg vom Deutschen Wanderverband rezertifiziert für die nächsten 3 Jahre. Einen Qualitätsweg zeichnen z.B. alle 2 Kilometer Landschaftswechsel aus, Ruheplätze, er führt nicht neben stark befahrener Straße entlang, Gastronomie ist vorhanden und er darf nur zu 20 % Teerwege haben. Der Albschäferweg hat 17 %, der er durch Ortschaften durchführt. 

 

Qualitätswege sind von beiden Richtungen begehbar, also ausgeschildert. Man erkennt die Wege an dem grünen Symbol des Deutschen Wanderverbands mit der Aufschrift „Wanderbares Deutschland QUALITÄTSWEG“.

 

Alle Informationen und Streckenbeschreibungen einschließlich der GPS Tracks findest du unter www.albschäferweg.de.

 

Dort sind auch die Kontaktdaten unseres Interview Partners Wolfgang Pösselt hinterlegt, der sich federführend bei der Anlage des Weges verdient gemacht hat sowie sich um einen Teil der Pflege kümmert.

 


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